03 | Rhododendronallee

Fleckentour Hagenburg
Aufwachsender Glanz: Die Rhododendronallee einige Jahre nach der Pflanzung, vermutlich Anfang der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Sehenswerter Farbakzent

Ein sehenswertes Fliederblau und Lila: Viele „Rosenbäume“ (griech. Rhododendren) hüllen mit ihrem zauberhaften Blütenschmuck jedes Jahr Ende Mai/Anfang Juni die Allee auf mehreren Hundert Metern Länge in Farben.

Das damalige Fürstenhaus suchte für den Sommersitz am Steinhuder Meer die Pflanzen aus der Familie der Heidekrautgewächse als Einfassung für die Hauptzufahrt aus.

Repräsentatives Gesicht für Gesamtanlage

Gestalterisch bildet die Rhododendronallee einen recht jungen Teil des Schloss- und Gartenensembles am Schloss Hagenburg: 1913 ließ der letzte regierende Fürst, Adolf II. zu Schaumburg-Lippe, auf einer Länge von rund 400 Metern 1000 Rhododendren aus Westerstede pflanzen. Auch den kreisrunden Goldfischteich in der Nähe des Schlosses ließ er mit Rhododendren einfassen.

Noch zu Lebzeiten von Bathildis zu Schaumburg-Lippe, Großmutter des jetzigen Familienoberhauptes Alexander zu Schaumburg-Lippe, konnte es passieren, dass Spaziergänger auf der Allee von dieser angesprochen wurden.

Gemeinde hat Pflege übernommen

Fleckentour Hagenburg
Im Frühjahr blühen die Rhododendren der Allee in rosa und lila Farbtönen.

1998 und 1999 lichteten Arbeiter des Landkreises Schaumburg das „Knick“ aus und arbeiteten die Rhododendronallee auf. Die Fürstliche Hofkammer bezahlte 60 junge Pflanzen „Catawbiense Grandiflorum“ und „Roseum Elegans“, fliederblaue und rosarote Arten, die bereits in der Allee heute wieder vorkommen.

Seit 2009 hat die Gemeinde – beratend unterstützt vom Forstamt des Landkreises Schaumburg – die Pflege übernommen, um die Allee für den Touris-mus nutzbar zu halten. Einen geharkten Kiesweg allerdings, wie es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war, wird es wohl nicht wieder geben.

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