04 | Backhaus / Dorfplatz

Hagenrunde Backhaus/Dorfplatz
Ursprünglich 1790 erbaut, hat das Backhaus eine wechselvolle Geschichte hinter sich.

Transport per Pferd und Wagen

Ursprünglich stand der kleine, um 1790 erbaute Speicher auf einem Gut an der Weser. So berichtete der Auhäger Rektor Heinz Kölbel, als das Haus 1990 zum dritten Mal neu aufgebaut in Auhagen wieder eröffnet wurde.

Der Gutsherr hatte das Haus etwa im Jahr 1819 an den Hagenmeister nach Auhagen verkauft. Dieser ließ es per Pferd und Wagen transportieren. Auf dem Hof Nr. 22 bauten die neuen Eigentümer das Haus wieder auf und versahen es mit einem Backofen.

Wenige Jahre später wurde das Haus auf Rollen gestellt und zu seinem neuen Standort als Wohnhaus geschoben. 1916 brannte der gesamte Bauernhof ab, das Häuschen blieb intakt – bekam nur Einquartierung von Pferden. Der Backofen verfiel zunehmend, der Rest wurde als Schuppen genutzt.

Hagenrunde Backhaus/Dorfplatz
Backtag bei den Auhäger Sängern - immer mit Brot aus dem Brustfeuerungsofen.

1985 schaffte Auhagen den Sprung ins Dorferneuerungsprogramm. Das Backhaus kam auf die Liste der Kulturdenkmale – der Hofbesitzer vermachte es der Gemeinde. Fachleute nahmen das windschiefe Gebälk auseinander. Mitten im Dorf begann die dritte Karriere des Hauses. Es bekam eine neue Holztür und his-torische Fenster. Mitglieder der IG Bauernhaus bauten einen alten Backofen ein.

14 Platenkuchen servierten die Sänger von Concordia Auhagen zur Eröffnung. Unter den Fittichen der Sänger wuchs nicht nur nebenan das Clubhaus, sondern wurden die Backtage zum Dauerbrenner.
Nach dem Abriss einer ehemaligen Gaststätte auf dem, dem Backhaus gegenüberliegenden Grundstück im Jahr 2007 entwickelte der Gemeinderat zusammen mit den Initiativen von Heinz Adam nach und nach einen Dorfplatz. Es entstand eine Boulebahn und ein dazugehöriger Unterstand als sportlich-geselligen Treffpunkt.

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