10 | Pavillon Düdinghausen

Hagenrunde Pavillon Düdinghausen
Abschluss für den Ortsrand und Panoramablick: Die Planung für den Pavillon stammt aus der Dorferneuerung.

Pavillon mit Panoramablick

Um den Ortsrand besser gegenüber der freien Landschaft abzuschließen, ist für die Dorferneuerungsplanung der Gemeinde Auhagen im Teil Düdinghausen in den 1980er Jahren der Bau eines Pavillons vorgeschlagen worden.

„Einmalig schön“, sei der Panoramablick in Richtung Schmalenbruch und Windhorn und hin zum „Rehburger Sattel“ nach Bergkirchen und Wölpinghausen, schwärmten die Dorferneuerungsplaner. Von diesem wundervollen Blick haben sich seither viele Menschen überzeugt, die am Pavillon Station gemacht haben. Inzwischen hat die Gemeinde den Wetterschutz erweitert und den Pavillon weiter ausgebaut.

Dicht an der einstigen Grenze

Hagenrunde Pavillon Düdinghausen
Der Grenzstein mit der Nummer 21 wurde im Jahr 2008 wieder freigelegt.

Nur wenige Meter von diesem Aussichtspunkt entfernt verlief die einstige Landesgrenze zwischen dem seit 1647 hessischen und später preußischen Teil der Grafschaft Schaumburg, zu dem Düdinghausen gehörte, und dem Fürstentum Schaumburg-Lippe. Erst 1733 wurde die Grenze mit Steinen markiert, einer von ihnen ist 2008 ganz in der Nähe erst wieder ausgegraben worden.

Und noch etwas verbirgt sich dem Auge: Unterhalb des flach auslaufenen Nordhanges des Rehburger Berges fand der Frühgeschichtler Tobias Gärtner südlich des Ortes Windhorn unter anderem „Kugeltopfware“ in hoher Dichte, typisch für das 12. und 13. Jahrhundert. Die Funde bestätigten die Wüstung „Schöttlingen“, die in den modernen Karten als „Schöttlinger Feld“ verzeichnet ist. Noch 1609 belehnte Graf Ernst den Landadeligen Klaus von Münchhausen „mit dem Meyerhoffe zu Schöblingen, bey Bergkerken belegen“ und lieferte damit den einzigen, aktenkundigen Hinweis auf die Siedlung Schöttlingen, die später – wie einige weitere Siedlungsversuche – wüst gefallen ist.

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