Die hessische Regierung befahl 1794 die Aufstellung eines Schützenbataillions in der Grafschaft Schaumburg. Die Schützen, zu denen auch Männer aus Sachsenhagen gehörten, sollten gut ausgebildet und ausgerüstet werden.
Ob auch gleich ein Schützenhaus errichtet und Frei- oder Scheibenschießen veranstaltet wurde, ist nicht überliefert.
Die Männer mussten sich „zusammenrotten“. Aus diesen Scheibenschießen entwickelten sich die jährlichen Schützenfeste, die unter der Regie der Stadt immer noch gefeiert werden. Noch heute sind die Schützenfestteilnehmer in Rotts aufgeteilt. Waren früher traditionell nur Männer als Rottbrüder zugelassen, besteht seit 2006 auch ein Damenrott.
Als Verein organsierten sich die Schützen 1935 zunächst als Sparte des Sportvereins, geschossen wurde im Wald südlich des Mittellandkanals. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird das Haus vom Dühlfeld in die Bergtrift umgesetzt. 1950 entsteht ein eigener Verein.
Mit dem Luftgewehr schossen die Schützen in der Kegelbahn des Ratskellers auf Scheiben; den Kleinkaliberstand teilten sich die Sachsenhäger mit den Wölpinghäusern im Steinbruch unterhalb des Wilhelmsturmes.
1952 wechselten die Luftgewehrschützen vom Ratskeller in den „Goldenen Löwen“. Der Bau des Kleinkaliberstandes auf dem Schützenplatz begann 1954.
Der Stadtrat schaffte 1768 die erste Feuerspritze an. Verbürgt ist auch, dass das erste Spritzenhaus auf dem Domänengelände stand. Die offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr wird auf 1889 datiert, aber 1912 wurde die „neue Freiwillige Feuerwehr“ gegründet und mit neuen Statuten versehen.
Das Feuerwehrgerätehaus entstand 1954 an der Wietersheimstraße. 2007/2008 zog die Feuerwehr in das neue Haus an der Kanalstraße.