03 | Alte Schule

Stadttouren Sachsenhagen Alte Schule
Direkt im Knick des Auearms neben dem Stadttor in Richtung Kuhlen stand das erste Schulgebäude. (Kirchenarchiv Sachsenhagen)

Die Schulen

„Als Eckhaus zwischen dem Aue-Arm und dem Stadttor zum Dorf Kuhlen stand im 17. Jahrhundert am Eingang zum Kirchgang das erste Schulhaus der Stadt. Gleichzeitig wohnte dort der Rektor.“

So beschreibt es Ende des 19. Jahrhunderts Pastor Habicht in der Kirchenchronik. Ob der Kirchenmann mit seiner Zuordnung richtig lag, ist zweifelhaft. Es ist überliefert, dass die erste Schule Sachsenhagens während des Stadtbrandes 1619 oder möglicherweise auch während des 30-jährigen Krieges in Flammen aufgegangen ist.
1637 wird die Schule zum ersten Mal aktenkundig, der erste Lehrer wird mit Dietrich Rasche genannt, der 1656 in Bergkirchen begraben ist.

Die kleine Schule am Stadttor war spätestens im 19. Jahrhundert zu klein und baufällig. Die zweiten Klassen waren längst ausquartiert und mussten im Küsterhaus unterrichtet werden. Pläne für einen Schulhausneubau nur wenige Meter von der bestehenden Schule lagen bereits 1845 vor, doch kam die Stadt wegen finanzieller Enge erst 1856 durch den Ausbau des ehemaligen Hauptschen Hauses auf der Oberen Straße zu einem besseren und größeren Schulgebäude.

Rund 50 Jahre später war die Sachsenhäger Schule wiederum zu klein, und offenbar herrschten katastrophale hygienische Verhältnisse. Gegen die vorgesehene Erweiterung auf dem Gelände gab es heftige Proteste von Sachsenhäger Einwohnern und Lehrern.

Stadttouren Sachsenhagen Alte Schule
Das alte Schulgebäude auf der Oberen Straße - Foto aus dem Jahr 1965.

1913 begannen die Bauarbeiten für einen Neubau mit vier Klassenzimmern und einer Lehrerwohnung. Im Laufe des Jahres 1914 muss die Schule fertiggestellt gewesen sein.

In den 1970er Jahren entstand eine neue Grundschule am Ziegenbach, in die nicht nur die Sachsenhäger, sondern auch die Kinder aus den Gemeinden Auhagen und Wölpinghausen gehen.

Zum Inhalt springen