01 | Schlosswald

Fleckentour Schlosswald
Im Auen- und Niederungswald gibt es viel zu entdecken.

Von Anfang an

Sie befinden sich am nordöstlichen Ortsrand Hagenburgs, am einstmals moorigen Übergang zwischen der Siedlung und dem Ufersaum des Steinhuder Meeres. Ein guter Ausgangspunkt, um sich auf die Fleckentour zu begeben,

Schutz für die Siedler

Von der einstigen Wasserburg ist nichts mehr zu sehen. Und doch ist aufgrund der Lage am Ufersaum des Steinhuder Meeres zu ahnen, das hier vieles seinen Anfang nahm. Die Hagenburg – erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt – erbaut, um im Grenzgebiet zwischen verschiedenen Macht- und Einflussbereichen den entstehenden Hagenhufensiedlungen Schutz zu bieten. Aus Richtung Osten versuchen die Grafen von Rohden das Wald- und Sumpfgebiet in Besitz zu nehmen,  Der ältere Hagen (Altenhagen) entstand und ist in einer Urkunde 1247 zum ersten Mal erwähnt. Nur wenige Jahre später wurde der neue Hagen (Nienhagen) im Gebiet der heutigen Schierstraße angesiedelt, von dem nicht viel mehr als nur ein Straßenname „In den Höfen“ übrig geblieben ist. Der Siedlungsteil Hagenburg entwickelte sich später als Burgflecken. Obwohl als ein Ort gedacht (eine Kirche, eine Schule und zunächst auch gemeinsames Bierbrauen) nahmen Hagenburg und Altenhagen eine in der Verwaltung getrennte Entwicklung und fanden erst 1970 zu einer Einheitsgemeinde zusammen.

Schlosswald

Um den Schlosswald, der eigentlich „Knick“ heißt, richtig genießen zu können, lassen Sie am besten Ihr Fahrrad stehen und erobern ihn auf den vorgegebenen Wegen zu Fuß. Manche Pfade sind nicht für Fahrräder geeignet.

Es gibt viel zu entdecken. Zum Beispiel die 400 Meter lange Rhododendronallee, die auf den Mittelrisalit des Schlosses Hagenburg zuführt. Sie beginnt mit Pyramideneichen. Schlossherrin Bathildis zu Schaumburg-Lippe ließ sie 1963 zu Ehren ihres verstorbenen Mannes Wolrad pflanzen.

Eine Vielzahl seltener Bäume wächst in dem Auen- und Niederungswald, darunter Sumpfzypressen, Eiben und Lärchen. Die Stämme sind zur Erklärung mit Schildern versehen. Darüber hinaus wird ökologisch besonders wertvolles, stehendes und auch liegendes Totholz von einer Vielzahl von Organismen genutzt.

Wer genau hinschaut, entdeckt auch Reste einer sternförmigen, von Eiben bestandenen Schanze. Sie bildete das südliche Ende des „Wilhelmsteiner Feldes“, das Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe im 18. Jahrhundert im Zusammenhang mit dem Wilhelmstein anlegen ließ. Es ist bis auf dieses Relikt völlig verschwunden.

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