Einen Rundumblick ermöglicht dieser Platz in rund 90 Metern Höhe über dem Meeresspiegel auf dem so genannten Rehburger Sattel. vom ersten, kleinen Höhenzug aus, an der Schwelle zwischen der Norddeutschen Tiefebene und dem Weserbergland.
In südwestlicher Richtung fällt der Blick auf Sachsenhagen, zweitkleinste Stadt Niedersachsens (Stand 2021), hervorgegangen aus einer sächsisch/welfischen Burggründung im 13. Jahrhundert. Seit der Mitte des 16. Jahrhundert Amtssitz, die Burganlage diente als Sitz zweier schaumburgischer Grafen. 1619 legte ein Großfeuer die Stadt nahezu komplett in Schutt und Asche.
Von der hessischen Landgräfin Amalie Elisabeth bekam Sachsenhagen 1650 Stadtrechte verliehen. Die Stadt gehörte nach dem 30jährigen Krieg zum hessischen Teil der ehemaligen Grafschaft Schaumburg.
Das 1607 errichtete heutige Rathaus diente nach dem Großbrand mehrere Jahrzehnte lang als Bürgerkirche, bevor die heutige Kirche 1671 für Gottesdienste genutzt werden konnte. Sehenswert ist die Anlage der ehemaligen Wasserburg mit Schlossturm, Amtshaus und dem Wohnhaus der früheren Grafen. Zudem lohnt ein Gang durch die historische Innenstadt am Marktplatz.
Auch die Sachsenhäger Brücke über den Mittellandkanal ist von hier oben aus gut sichtbar. Sachsenhagen ist seit mehr als 100 Jahren Hafenstadt. Mit der Kanalbrücke bei Nienbrügge, das zu Sachsenhagen gehört, verfügt die Stadt über eine zweite Straßenverbindung in Richtung der Kreisstadt Stadthagen.
Seit einigen Jahren hat sich Sachsenhagen zur Weißstorchenhochburg entwickelt. Fast in jedem Jahr siedeln sich auf Dächern und in Bäumen weitere Storchenpaare an.