Wer hier auf der Bank Platz nimmt und seinen Blick in nördlicher Richtung schweifen lässt, dem wird deutlich, dass es sich bei dem ehemals selbstständigen Ort Altenhagen um ein so genanntes einzeiliges Hagenhufendorf handelt.
Ein Stück der ursprünglichen Siedlungszeile präsentiert sich unverbaut jenseits der Bundesstraße. Der „Olde Hagen“ (Altenhagen) – wie auch später Nienhagen (Hagenburg) wurden im 13. Jahrhundert von den Grafen von Roden-Wunstorf angelegt. Erst später kam das Gebiet unter den Einfluss der Schaumburger Grafen.
Als Hagenhufendorf bildet Altenhagen die Ausnahme von der Regel: Statt eines Fließgewässers sicherten Brunnen die Frischwasserversorgung der Siedler. Aus dem einzeiligen Hagenhufendorf entwickelte sich der Ort mit landwirtschaftlichem Gepräge und einigen handwerklichen Betrieben. Vermutet wird, dass an dieser Stelle eine Feldziegelei betrieben wurde. Ganz in der Nähe dieses Aussichtspunktes, rund 250 Meter Luftlinie südöstlich, hat bis in die 1970er Jahres eine Windmühle gestanden. Erbaut einst als Bockwindmühle, später durch einen Erdholländer ersetzt.
In südlicher Richtung präsentiert sich der „Kalimandscharo“ weithin sichtbar. Die rund 140 Meter hohe Abraumhalde des Schachtes Sigmundshall in Bokeloh ist bis zur Stilllegung des Werkes im Jahr 2018 gewachsen und soll nun begrünt werden.. Die seit 1898 angebohrte Lagerstätte ist erschöpft. Bei Temperaturen von rund 50 Grad wurden bis 2018 in bis zu 1450 Metern Tiefe im tiefsten, aktiven Bergwerk Europas Kalisalze abgebaut. Um die Stabilität auch weiterhin zu gewährleisten wird der Schacht mit Salzlauge verfüllt.